Die Infragestellung des Endgültigen

17.12.2013,
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Damals. Das sind die Jahre des rumänischen Faschismus unter Ion Antonescu bis 1942. In diesem Jahr musste Spoerri als Zwölfjähriger gemeinsam mit seiner Mutter und den fünf Geschwistern Rumänien verlassen. Er kehrte erst 70 Jahre später wieder zurück. Nur kurz, und doch gerade so lange, um etwas abzuschließen, um noch ein Mal dagewesen zu sein. Die Sprache der Kindheit verlernt man nicht, aber man kann sie verdrängen. Spoerri hat nach 1942 siebzig Jahre lang kaum ein rumänisches Wort gesprochen. Was passieren würde, umgäbe ihn die Sprache der Kindheit plötzlich wieder, wusste er selbst die längste Zeit über nicht.

 

Vielleicht würde es zack! machen, und alles wäre wieder da. Vielleicht wäre es aber auch, als setzte sich eine feine, verrostete Mechanik nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder in Bewegung. Erst langsam und stotternd, dann immer geschmeidiger, bis alle Zahnrädchen wieder sicher ineinander greifen wie in den kinetischen Skulpturen Jean Tinguelys, seines wohl wichtigsten Weggefährten und besten Freundes. Daniel Spoerri, seit der Flucht im Jahr 1942 Schweizer wie seine Mutter, gilt heute als einer der wesentlichen Künstler des 20. Jahrhunderts. Er war Tänzer und Theatermacher, er begründete die Eat-Art und betrieb ein Restaurant. Er war 1960 Mitbegründer der Gruppe Nouveau Réalisme, der unter anderem Jean Tinguely, Yves Klein, Christo und Raymond Hains angehörten. International bekannt wurde er zu Beginn der 60er-Jahre vor allem mit seinen Fallenbildern, den Tableaux pièges, die Augenblicke einfrieren, Momente einfangen wie in Zeitlöchern. Seine Arbeiten findet man in den wichtigsten Museen dieser Welt. Der Platz in der Unsterblichengalerie der Kunstgeschichte ist ihm vorläufig sicher.

 

Doch ausgerechnet im beschaulichen Hadersdorf bei Krems schlug Spoerri vor vier Jahren sein Ausstellungshaus auf und versammelt die bis dato verstreut gelagerten Werke zu einer großen, wilden Gesamtassemblage. "Das ‚Kunstlager’ ist für mich fast schon fertig und erledigt" , sagt er damals, er müsse gleich wieder etwas Neues planen: "Ich muss immer etwas zu tun haben, immer einen halben Kilometer voraus sein. Sonst lande ich im Altersheim." Das Leben - nie darf es selbst zu einem Fallenbild werden und einfrieren. Ständig entwickelt sich eines aus dem anderen. Alles muss im Flusse bleiben. Wenn Spoerri erzählt, spricht aus seinen eigenen Bewegungen mitunter unverhofft die Eleganz des alten Tänzers und malt mit am Bild eines Lebens, das hätte bunter wohl kaum sein können.

 

"Doch so lustig, wie man heute meinen möchte" , sagt er, "war das alles nicht. Das sieht nur von jetzt aus betrachtet etwas fröhlicher aus." Die Hauptantriebskraft blieb zeitlebens die Heimatlosigkeit. "Ich behaupte bis heute, dass meine Entwurzelung mein Kapital ist: die Unbeständigkeit, die Sehnsucht und zugleich Unfähigkeit, mich irgendwo festzusetzen und zu verwurzeln." Die waren immer wieder Antrieb, etwas Neues zu beginnen. "Ich glaube nicht, dass ich Zeit verloren habe."

Die Bibel kannte ich auswendig, ich wurde auch mit nichts anderem gefüttert.

Daniel Spoerri wird 1930 im rumänischen Galati an der Donau geboren. Damals heißt er Daniel Feinstein. Der Vater ist rumänischer Jude. Zum Entsetzen des Großvaters, eines Chasans (Synagogensänger), konvertiert er zum Protestantismus. Die Mutter, eine Schweizerin, kommt ebenfalls aus einer methodistisch-religiösen Familie. Sie unterstützt ihren Mann bei der Leitung der norwegisch-lutherianischen Mission, erst in Galati, dann in Jassy . "Eine glückliche Zeit." Ein großer Saal ist erinnerlich, ein langgestreckter Hof, ein reger Missionsbetrieb. Das Schlachten von Hühnern, das Einkochen von Pflaumenmus in riesigen Kupferkesseln. Eine füllige rumänische Köchin, die nach Gemüse und Fleisch duftet und nach einer Wärme, die die Eltern selbst nicht geben können. Der Vater streng, die Mutter spröde. Er will, dass Daniel als Erstgeborener später die Mission weiterführt. Sie behauptet zeitlebens, dass es dem Sohn so gut gehe, weil so viele Leute für ihn beten. "Die Bibel kannte ich auswendig. Ich wurde auch mit nichts anderem gefüttert."

Langsam kriecht der Nationalsozialismus Richtung Osten. "Als ich 1936 in die Deutsche Schule kam, war ich die ersten zwei, drei Jahre noch der beste Schüler. Doch dann musste ich bemerken - mit dem Namen Feinstein ging das nicht mehr so gut."

 

Er wird aus der Deutschen Schule rausgeschmissen, besucht die Rumänische. "Bis sie auch da anfingen zu säubern und ich nochmals rausgeschmissen wurde." 1941 kommt jemand zu seinem Vater, warnt vertraulich: "Du bist ja kein gläubiger Jude. Verschwinde mit deiner Familie, zumindest eine Zeitlang." Isaac Feinstein weigert sich, sagt, er sei Missionar, wolle die Menschen bekehren. Wenig später kommen die Schwarzhemden, holen die Juden aus allen Häusern, auch den Vater. Das Pogrom von Jassy. 13.000 ermordete Juden. Diejenigen, die man nicht schon auf dem Präfekturgelände erschiesst, steckt man in Wagons, die Fenster vernagelt, der Rauch der Lokomotive mit Schläuchen in die Wägen geleitet. Rollende Gaskammern. "Heute weiß man davon. Es gibt Bücher darüber. Ich hab noch keins gelesen."

 

Später erzählt die Mutter, der Vater sei gefragt worden, ob eines der Kinder älter sei als zehn Jahre: "Jawohl, der ist im Keller. Er ist zehn Jahre und drei Monate. Worauf er das hübsche Bübchen betrachtete und sagte, das glaub ich nicht, der bleibt da." Der Vater hingegen kommt nie mehr zurück.

 

Während die Mutter verzweifelt versucht, alle Ausreisepapiere für sich und die sechs Kinder zu bekommen, lernt der Bub allein zu überleben. "Im Krieg wird nichts repariert, alles wird weggeschmissen. Ein unglaublicher Verschleiß an Material. Ich wurde schnell ein kleiner Gauner, der gute Beziehungen zu den Deutschen hatte. Wir waren schlau. Wir klauten, sammelten Zeug ein, das herumlag. Mir ging's gut." Nach einem Jahr hat die Mutter alle Dokumente beisammen. Über Ungarn, Jugoslawien, Italien gelangen sie gerade noch in die Schweiz. Die Geschwister werden getrennt, kommen einzeln in der großen Familie Spoerri, der Familie der Mutter, unter. Der Kontakt bricht ab, für immer.

 

"Dann wurde es hart." Ein strenger Professorenhaushalt in Zürich, rationierte Butter, die alten Unterhosen vom Cousin, die Schule - ein Fiasko. "Unglücklich war ich dort." Und man weiß nicht, wie sich die Dinge in Europa entwickeln werden. Aus Feinstein wird Spoerri. Sicherheitshalber. Schule und ein paar Lehren scheitern, die letzte, weil er einen präparierten Frosch klaut.

Yves Klein war ein unheimlich verwöhntes Bürschchen.

Onkel und Tante kommen mit dem verwilderten Jugendlichen nicht mehr zurecht, er zieht zur Mutter nach Basel, treibt sich in Lokalen herum, verwildert noch mehr. Nachkriegszeit. "Wir waren wie Punks damals." Aber eines kann er besser als alle anderen, weil es ihn irgendwie befreit: Tanzen. "Wenn ich loslegte, blieben alle stehen und schauten. Das war wie ein Veitstanz." Irgendwann schläft er im Winter in Zürich auf einem Kieshaufen ein. Ein Mann rüttelt ihn wach: "Du erfrierst, wenn du da weiterschläfst. Komm, ein Wein wird dich wieder warm machen."

 

Dieser Mann wird für ihn ganz wichtig. "An ihm konnte ich einen Vater finden." Max Pfister-Terpis, um die 70, ehemaliger Ballettmeister der Oper Berlin. Er kümmert sich um ihn, besorgt ihm ein Stipendium für die Ausbildung zum Tänzer. Der Tanzmeister dort sagt zu den anderen Studenten: "Schaut ihn an - das ist ein Tänzer! Ein geborener Zigeuner ist der! Und ihr habt's alle nur gelernt. Aber der, der wird nie ein klassicher Tänzer werden, das wird der nie hinkriegen."

 

Er kriegt's doch hin, aber er weiß, dass er noch viel mehr lernen muss, und er erkennt, dass die Schweiz zu eng, die Bewegungsfreiheit hier zu einschränkt ist. In der Zwischenzeit hat er Jean Tinguely kennengelernt und dessen Frau Eva Aeppli. Jung sind die, und wild. Arm und noch völlig unbekannt. Aber irgendetwas ist da, das elektrisiert und neue Impulse gibt. "Pass auf!" , sagt Terpis, "das sind gefährliche Menschen für dich." Tatsächlich, sagt Spoerri, "waren sie für mich die wichtigsten. Das hat der Terpis gespürt. Da war eine Beziehung, vor der er sich fürchtete, eine neue Wellenlänge, die er selbst nicht mehr erreichte."

 

Er beschließt, nach Paris zu gehen, dort weiter zu studieren. Tinguely und Aeppli kommen wenig später nach. Ein Dachkämmerchen über einem Stundenhotel wird zum kostbaren eigenen Heim, mehr als die Zimmermiete kann die Mutter nicht zahlen. Training an der Ballettschule von Paris, neben den berühmtesten Tänzern ihrer Zeit. Geld verdient er zum Beispiel als Fremdenführer. Tinguely beginnt derweil seine Maschinen zu erfinden. Paris ist voll mit Emigranten, die auf das Affidavit warten. Die Flohmärkte sind voll von Büchern für Spoerri, und sie sind voll von Materialien für Tinguely. Eine arme, aber gute Zeit. Spoerri kriegt wieder ein Stipendium, borgt dem Freund eine Monatsrate, damit der die ersten Motoren für die Arbeiten kaufen kann, die ihn wenig später berühmt machen sollen. Geht dafür einen Deal mit einem anderen Freund ein: Mit einem gefälschten Journalistenausweis besuchen sie jeden Abend das Theater. Der Freund verpflichtet sich im Gegenzug, ihn einen Monat lang zu ernähren. Sie sehen Stücke von Ionescu, Beckett, alles, was neu und Avantgarde ist.

 

1955 wird die Angelegenheit wieder zu statisch, Spoerri hat das Gefühl, weiterziehen zu müssen. Er kriegt den Job als Solotänzer am Stadttheater Bern. Wird ein lokaler Star, angehimmelt von den Mädchen der ‚Höheren Töchter Schule’ neben dem Theater. Findet seine Freunde aber hauptsächlich in Künstlerkreisen. In dieser Suppe fühlt er sich wohl. Das Herumgehupfe in Operetten beginnt ihn zu langweilen.

 

Er zieht in ein Kellertheater, macht seine eigene Sache, inszeniert Beckett, Ionescu, Picasso, hat rasch Erfolg. Irgendwann hängt er die Tanzerei an den Nagel, befasst sich nur noch mit Theater, gründet nebenbei die Zeitschrift Material für konkrete Dichtung. Er meint Dichter sein zu müssen. Also: zurück nach Paris zu Tinguely und Aeppli. Die ersten Fallenbilder entstehen. Yves Klein - "ein unheimlich verwöhntes Bürschchen", gerade in seiner blausten Phase und bereits etabliert - spürt, dass sie besonders sind. Er schlägt eine Kooperation vor, will eine gemeinsame Ausstellung machen und alles blau anmalen. "Aber ich merkte, wenn du das machst, bist du erledigt, dann bist du eine Anekdote von Yves Klein. Außerdem wollte ich ja die Realität zeigen, den Dreck des Zufalls, der eben nicht blau übertünchbar ist. Da sagte ich ihm ab."

 

Denn in den Fallenbildern hält Spoerri seine eigene Wirklichkeit für sich gefangen - und die gehört nur ihm allein. "Wenn man meine Jugend in Rumänien kennt, dann weiß man, dass ich in einer Seifenblase aufgewachsen bin, in der Blase einer Mission." Doch der Krieg brachte die zum Platzen, und wer war er dann? Kein Rumäne, kein Jude, kein Deutscher, kein Schweizer. "In diesem Fixieren von einem Ausschnitt der Realität war etwas, das mich unheimlich glücklich machte. Plötzlich hatte ich mein eigenes Territorium fixiert, von dem ich wusste - das gehört jetzt mir, das ist meine Sache."

Erst in der Einsamkeit auf der Insel hat er das Wilde Denken gelernt.

Erste Ausstellungen, erste Galeristen. Endlich auch ein bisschen Geld. Obwohl: "Um meine Sachen hat sich nie jemand gerissen, bis heute nicht. So einen dreckigen Tisch will niemand an der Wand haben." Doch die Museen begannen seine Arbeiten zu kaufen, und schließlich - worum ging es eigentlich? Geld? Ruhm? Quack! Es ging immer nur um das Eine: um die Infragestellung des Endgültigen. Selbst das scheinbar Starre ist in Bewegung. Alles steht im Zusammenhang mit allem. Anhand eines Gegenstandes lässt sich die ganze Welt erklären.

 

Daniel Spoerri sitzt in seiner Wiener Wohnung und erzählt. Auf dem Tisch vor ihm liegen Bücher, Zettel, Kugeln, Döschen. Auch sie könnte man jetzt einfangen, ankleben, in ein Zeitloch sperren. Jeder Gegenstand hätte seine eigene Geschichte, und jeder Betrachter hätte seine eigene Interpretation und Assoziation. "Der Stillstand", sagt er, "provoziert Bewegung. Er ist der Gegenpol." Nach einem Jahr in New York, "das für mich nur ein übertriebenes Europa war", wo er im Chelsea Hotel wohnt, bevor es berühmt wird, und wo er mit Leuten wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein und dem verehrten alten Dada- und Konzeptkunst-Meister Marcel Duchamp zusammentrifft, haut er 1966 in die Antithese zu all dem Trubel, all der Hysterie ab: Er verbringt ein Jahr auf einer kleinen, kargen, griechischen Insel.

 

"Erst dort habe ich das wilde Denken gelernt. Dort habe ich zu dem gefunden, was ich jetzt noch mache: Objekte, die eine emotionale Qualität haben." In diesem Jahr am Meer, zwischen Ziegenhirten und Fischern, in der Hitze und Kälte eines unbeheizbaren Steinhäuschens entstehen die "25 Objekte von Krimskrams Magie" . Eines davon ist eine umwickelte Nadel. Die findet er in der Leber einer Ziege, und er stellt sich vor, wie diese Ziege die Nadel verschluckt hat und dann an ihr irgendwann einmal verendet ist. Die emotionale Qualität, die an Objekten haftet, die unendlich vielen Geschichten, die Objekte erzählen können - darum geht es ihm bis heute.

 

"In Griechenland habe ich auch gelernt, dass nichts verlorengeht." Spoerri und seine Freundin waschen am Strand das Geschirr. Eines Tages schwemmt eine Welle einen Holzlöffel fort. "Irgendwann einmal brachte uns jemand diesen Holzlöffel zurück und sagte: Solche Holzlöffel haben wir nicht, das kann nur eurer sein." Zwei Jahre später erscheint die englische und erweiterte Ausgabe seiner ‚Anekdoten zu einer Topographie des Zufalls’, das als kleines Katalogheftchen schon 1962, eine schriftliche Version seiner Fallenbilder darstellt.

Da ist er schon wieder in Düsseldorf, hat gerade das "Restaurant Spoerri" eröffnet und die "Eat-Art Galerie" gegründet. Später wird er mit dem "Musée Sentimental" anhand von Fundstücken und Gegenständen die Geschichten von Städten wie Köln und Berlin erzählen und damit eine neue Form von Ausstellung erfinden.

 

Er lehrt an der Hochschule für Kunst in Köln und wird Professor an der Akademie der bildenden Künste in München. Dort legt er zum Entsetzen des Establishments im Alter von 59 Jahren den von aller Welt heißbegehrten Beamtenstatus zurück und haut wieder ab. "Es war herrlich. Ich war so froh, weil ich plötzlich wieder ganz frei war, um neu anfangen zu können." In der Toskana kauft er sich ein Anwesen mit einem 16 Hektar großen Park. Es entsteht "Il Giardino" mit mittlerweile 106 Installationen von etwa 50 KünstlerInnen wie Dieter Roth, Karl Gerstner, Nam June Paik, Jean Tinguely, Meret Oppenheim und Eva Aeppli - allesamt Freunde und Bekannte. Damit verbringt er fast zwanzig Jahre. Dann wird er wieder unruhig, überlegt, was er jetzt tun soll. Will weg. Stillstand provoziert Bewegung.

Per Zufall kommt er vor ein paar Jahren nach Wien - und bleibt. Hier fließt der Fluss, an dem er geboren wurde. Die Donau, das ist sein Wasser, die riecht wie dort. "Plötzlich hab ich gewusst: Hier bleibst du und schwimmst langsam wieder hinunter - zu deinem Geburtsort, zu dem ich ja nicht will."

 

Seit sechs Jahren lebt er also in Wien, in der Nähe von Nasch- und Flohmarkt, wo er Material für seine "Eintagskästchen" findet - feine, emotional stark aufgeladene Assemblagen, die jeder für sich deuten muss. Er mag Wien. Wien mag ihn. Viele Kontakte. Wieder eine gute Suppe. Ein freundlicher, großgewachsener Mann. Höflich, charismatisch. Sehr charmant. Mit fast 84 immer noch ein Kerl, der die Damen faszinieren kann. Spoerris ‚Ausstellungshaus’ in Hadersdorf ist zu einer fixen Institution geworden. Das angeschlossene ‚Esslokal’ wird in Slow-Food-Führern gepriesen. In den Schauräumen waren nicht nur Ausstellungen von Weggefährten wie Eva Aeppli, André Thomkins, Vera Mercer und Bernhard Luginbühl zu sehen, sondern auch die Arbeiten Jüngerer, wie der Künstlerinnen Kathrina Olschbauer und Kathrin Plavcak. „Alles Menschen, die mir nahestehen und mit denen ich mich künstlerisch identifizieren kann, der gemeinsame Nenner“, sagt Daniel Spoerri, „bin ich selbst.“

 

Jetzt, da seine Arbeiten in Hadersdorf eine Art Hafen gefunden haben, ist Daniel Spoerri letztlich auch dem Duft der Donau gefolgt und flussabwärts nach Rumänien gereist. Kurz nur. Auch bis nach Jassy. Das Rumänische hat er nicht vergessen. Die Zahnrädchen greifen immer noch ineinander. Bilder, Namen, Worte tauchen wieder auf. Das Kapitel schließt sich. Er sagt: „Es war gut, dortgewesen zu sein.“

 

Aus Historia Rerum Rariorum, erschienen anlässlich der Ausstellung Museumsberg Flensburg