manufakte

Erstaunlicherweise hat es funktioniert – Freude! Erst wurden die Efeublätter skelettiert, was die unglaublichste Fizzelei ist, aber mit viel Geduld doch irgendwie funktioniert. Dann in Farbkonzentrat einlegen und schließlich auf leichten Seidenkrepp drucken. Erstaunlich, wie fein die Adern erscheinen. Für den ersten Versuch in Ordnung, finde ich. Könnten ein paar kleine Lampenschirme werden.
Manchmal können die absurdesten Experimente lohnend sein und man findet tatsächlich Gold. In diesem Fall steckt es in einem alten, seit Jahren im Chaos des Sammelfundus vergessenen Baumpilz. Ein Auszug daraus taucht die Seide in ein überraschend kräftiges und glänzendes Goldgelb, das sich noch dazu als lichtecht erweist.
Auf Baumwolle zu drucken ist etwas komplizierter als auf Seide oder Wolle. Es funktioniert aber trotzdem recht gut, wenn man den Stoff zuvor richtig aufbereitet. Hier ein paar Versuche auf einem 60 Jahre alten Leintuch, das aus dem längst vergangenen Hotel meiner Großmutter in Italien stammt und somit eine feine Reminiszenz darstellt.
Derzeit sind sie noch in Arbeit, aber bald kommt mehr.
Ecoprint ist Pflanzenalchemie. Die Hintergrundfarben stammen von Hölzern und Rinden, die Muster von Blättern und Ranken. Am liebsten drucke ich auf Seidensamt, und demnächst gibt es einen Shop.
Ein neues Buch, diesmal nicht über den Garten, sondern über das Ringen mit dem Kobold Migräne, der sich im Extremfall zum Monster aufbläht.
Bätter, Stoff und ein bisschen Alchemie
Eine Auswahl der Kolumnen Gartenkralle, erschienen in der Presse, fein säuberlich in ein Buch gepackt.
Da steht er. Allein. Aber ich glaub, er ist ganz zufrieden.
In der Luft. In den Bäumen.
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